von Klemens Armbruster | Juli 18, 2023 | Aktuelles
Am Sonntag, 9. Juli 2023, hatte Diakon Dr. Andreas Mähler zu einem besondern Tauffest eingeladen.
Im sogenannten „Kuchigade“, dem ersten Klosterinnenhof im Klostergebäude St. Peter im Geistlichen Zentrum fand die Tauffeier statt. Die Gruppe MOSAIK begleitete die Taufe mit Liedern. Getauft wurde über dem Brunnen im Innenhof.
Am Schluss schnitt der Taufvater den sogenannten „Kimbetterwecke“, den Kindbettweck, der der Geburtsgröße des Kindes bei Geburt des Kindes hat. Dieser Kimbetterwecke wurde früher von den Nachbarn der Tauffamilie gespendet. Gebacken wurde er von der Bäckerei Knöpfle. Der früherer Senior hatte einst die Tradition eingeführt.
von Klemens Armbruster | Juli 14, 2023 | Aktuelles
Die Kooperation von „Color Esperanza e.V.“ und der Fachstelle „Internationale Freiwilligendienste der Erzdiözese Freiburg“, kurz das VAMOS!-Programm, sucht Unterkünfte für Freiwillige aus Peru, die für ein ganzes Jahr einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren. Das Programm ermöglicht spannende Lernerfahrungen für alle Beteiligten. Dadurch wird ein Beitrag zu mehr Offenheit, Respekt und Gerechtigkeit geleistet.
Miler wird ab September für ein Jahr seinen Freiwilligendienst im Kindergarten Benedikt Kreutz absolvieren. Er wird sowohl über die Fachstelle „Internationale Freiwilligendienste der Erzdiözese Freiburg“ wie auch durch Personen vor Ort unterstützt. Was noch fehlt ist eine Unterkunft.
Die Lebensunterhaltungskosten eines Freiwilligen werden durch das VAMOS!-Programm abgedeckt. Zudem soll betont werden, dass die verschiedensten Wohn-, Lebens- und Familienformen willkommen und für alle Beteiligten eine Bereicherung sind. Persönliche Erfahrungen, wie Erwartungen und eventuelle Schwierigkeiten, werden in einem pädagogischen Begleitprozess aufgefangen.
Ansprechperson bei Fachstelle in Freiburg ist: Dania Farfan
Telefon: 0761/5144-164
Mail: vamos@kja-freiburg.de
Nähere Auskünfte auch bei Pfr. Klemens Armbrust und Markus Bohnert.
Die vollständige Ausschreibung findet sich hier.
Zu unserer Perupartnerschaft findet Sie hier auf unserer Homepage alle Informationen.
von Klemens Armbruster | Juli 11, 2023 | Aktuelles
Alles hat gestimmt beim Patrozinium an Peter und Paul und beim anschließenden Dorffest.
Bilder von Verena Bauer, Engagiert im Perukreis, und Franz Kürner. (ka)
von Klemens Armbruster | Juni 21, 2023 | Aktuelles
Dieses Jahr 2023 gab es wieder wie gewohnt die Fronleichnamsprozessionen am Donnerstagmorgen zum Fronleichnamsfest in St. Peter und St. Märgen.
In unserer Partnergemeinde San Pedro in Andahuaylas (Peru) fand das Fronleichnamsfest am darauffolgenden Sonntag und dazu am Abend statt.
Hier gibt es Bilder aus St. Märgen und aus St. Peter.
Dazu nach den Bildern von St. Peter auch einen Link zum Video, das Hanspeter Schmider zur Fronleichnamsprozession in St. Peter aufgenommen.
Allen, die in irgendeiner Weise mitbeteiligt waren, ein herzliches Vergelt’s Gott!
Bilder aus St. Märgen:
Bilder aus St. Peter vom Kirchturm aus:
Bilder aus St. Peter von Hanspeter Schmider:
Auf YouTube hat Hanspeter Schmider den ganzen Film zur Fronleichnamsprozession in St. Peter eingestellt. Hier geht es zum Film.
Bilder aus der Partnergemeinde San Pedro in Andahuaylas (Peru), Fronleichnam am darauffolgenden Sonntagabend:
von Klemens Armbruster | Juni 7, 2023 | Aktuelles
Glocken sind mehr als ein kirchliches Instrumentarium.
Glocken sind auch mehr als nur ein Stundenanzeiger.
Glocken gestalten die öffentliche Zeit und unterteilen den Tageslauf.
Glocken geben dem Wochenverlauf ihre Ordnung.
An dem Ort, an dem man groß geworden ist, sind einem die Zeiten, wo geläutet worden ist, in Fleisch und Blut übergegangen.
Genauso ergeht es dem, der schon lange in der Hörweite einer Kirche wohnt.
Glocken strukturieren den Lebensalltag und geben ihm ein Gerüst.
St. Märgen hat sieben Glocken zur Verfügung – St. Peter fünf und eine zusätzliche Taufglocke auf dem Hahnenturm.
Geläutet wird von Gemeinde zu Gemeinde zu unterschiedlichen Uhrzeiten.
In St. Peter wird morgens um halb sieben, um zwölf Uhr mittags und um halb sieben am Abend geläutet.
In St. Märgen dagegen wird erst um sieben am Morgen und schon um sechs am Abend geläutet; mittags ist es gleich.
In manchen Gemeinden wird am Mittag schon um 11.00 Uhr geläutet. Man erzählt sich, damit die Frauen vom Feld zur Vorbereitung des Mittagessens nach Hause gerufen werden.
Das Läuten zu den drei Tageszeiten strukturiert nicht nur den Tagesrhythmus, sondern die Dauer des Läutens entspricht dem Gebet des „Engel des Herrn“.
Hier die Übersicht, wann wo wie und warum hier in St. Märgen und St. Peter geläutet wird – hier.
Wenn in meinem Geburtsort, Oberwolfach, am Samstagnachmittag um 15.00 Uhr die Glocken läuten, dann wird nicht nur der Sonntag „eingeläutet“, mehr noch, es stellt sich bei mir bis heute ein Sonntagsgefühl ein. Weil rund ums Haus aufgeräumt wurde, man das wöchentliche Bad nahm und der Sonntagskuchen gebacken wurde, dessen Duft das ganz Haus erfüllt hat.
Oft hört man schon am Unterschied der Glocke, dass jeweils ein anderes Ereignis ansteht: bei der Kindertaufe die Taufglocke, beim Heimgang eines Menschen die Totenglocke. Im Seitental Rohr in St. Peter läuten nach dem Sterben eines Bewohners alle Hofglocken dieses Tales. Ein jeweils einmaliges und eindrückliches Erlebnis.
Von diesem Einzelgeläut, wenn also nur eine Glocke geläutet wird und diese ein bestimmtes Ereignis „verkündet“, unterscheidet sich das Läuten zur Einladung zu den Gottesdiensten. Hier werden immer mehrere Glocken geläutet bis hin zum Vollgeläut zu Festgottesdiensten.
Hier geht es zum Vollgeläut von St. Peter und zum Geläut der größten St. Petermer Glocke.
Hier geht es zum Vollgeläut von St. Märgen und zum Geläut der größten St. Märgener Glocke.
Aufgenommen von Diakon Hanspeter Schmider.
Am nachhaltigsten hat sich in Kultur, in Dichtung und Brauchtum das Abendläuten eingeprägt. Die Glocke am Abend erklang als Einladung zum häuslichen Abendgebet. Der Abend war immer schon Symbol für den Übergang vom Leben in den Tod. So heißt es in einem alten Gebet zum Abendläuten vermutlich aus dem 17. Jahrhundert: „Liebster Mensch, was mag’s bedeuten, dieses späte Abendläuten? Es bedeutet abermals eines Tages Glück und Zahl. Dieser Tag hat abgenommen, bald wird auch der Tod herkommen. Drum, o Mensch, so schicke dich, dass du sterbest seliglich.“ Aufgenommen ist dieses Thema im Gotteslob-Lied Nr. 841: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“
Doch die Glocke am Abend war immer auch ein Alarmzeichen für die Kinder und Jugendlichen, Spiel und Spaß zu lassen und nach Hause zu gehen. In St. Märgen wurde aus diesem Urgrund eine Fasnachtsfigur geschaffen, der „Betzitglunki“. „Die Geschichte des Betzitglunki“, so schreiben sie, „geht auf eine Sagengestalt zurück, mit der Eltern ihren Kindern Angst machen wollten, wenn sie abends nicht vor dem „Angelusläuten“ (der Zeit des Abendgebetes = Betzit) zuhause waren. „Kumme jo di recht Zit heim, schonscht holt euch de Betzitglunki.“ So oder so ähnlich hörte es sich an, wenn die Kinder zum Spielen rausgingen und die Eltern nicht wollten, dass Ihre Kinder zu spät nach Hause gingen.“
Zum Schluss noch ein Glockenkenner-Tipp:
Auf der Homepage der Erzdiözese Freiburg findet sich eine Übersicht über das Geläut und die Glocken in der Erzdiözese.
Natürlich auch die von St. Peter, St. Märgen und der Ohmenkapelle. Hier geht es zum Link: Glockensuche Erzdiözese Freiburg